Neue Studien zur chinesischen Imperialismusfrage (II): grüner Imperialismus?

Wie wirkt sich die chinesische Globalisierung auf eines der wichtigsten Menschheitsprobleme der Gegenwart aus: die Zerstörung der Natur? Vor zwanzig Jahren hieß es noch: Wenn jeder Chinese einen Kühlschrank haben wolle, ginge der Planet flöten. Die zunehmende Konsumkraft in der Volksrepublik ist mittlerweile Realität. Dazu findet ein Großteil der weltweiten Produktion im Reich der Mitte statt. Im aktuellen Journal of Economic Surveys haben zwei chinesische Forschungsgruppen sich die Verflechtung von Jahresplan, Weltmarkt und Ökologie näher angeschaut. Sie jeweils analysierten sehr präzise auf Firmenebene und trugen somit die Werte von 12.000 Unternehmen zusammen. Das Resultat ist ebenso komplex ohne einfache Antworten.

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Mit Engels die Drosophila-Fliege verstehen

im Zuge des 200. Geburtstages von Friedrich Engels ist viel über seine Partnerschaft zu Karl Marx, seine Verdienste um den Marxismus als politische Entität und seine eigenen Beiträge zum wissenschaftliche Sozialismus geschrieben worden. Dabei ist wohl kaum ein Thema so umstritten, wie seine Naturdialektik, gilt heute den meisten Menschen doch die Trennung von Philosophie, Natur- und Geisteswissenschaften als heilige Kuh. Ihre Zusammenführung wird daher leicht als positivistischer bis esoterischer Kitsch abgetan.
Camilla Royle beschreibt in der Human Geography, wie die Dialektik der Natur nach Engels´ Tod weiter diskutiert und entwickelt wurde. Sie würdigt in diesem Zusammenhangdas Werk Richard Lewontins und bettet ihre Betrachtungen in ihre persönliche Biographie ein.

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