Ordnung in die Anarchie des Marktes bringen

Bürgerliche Ökonomen wie Keynes wollten den Kapitalismus nicht beseitigen, sondern seine Potentiale durch die richtige Ordnung voll ausschöpfen. Doch sie ärgerte, dass dieser Kapitalismus, den sie durchdrungen zu haben glaubten, immer wieder in tiefe Krisen stürzte. Und so übten sie moralische Kritik an der Unvernunft der Besitzenden, deren Verstoß gegen diese oder jene Regularien am Ende alle in die Krise stürzten. Nikolaos Chatzarakis und Persefoni Tsaliki haben sie die Keynesianische Krisentheorie etwas genauer angesehen und argumentieren, was die Postkeynesianer schon bei Marx hätten lernen können: dass nicht die Anarchie, sondern die Ausbeutung das Problem ist.

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Das Huhn im Kapitalismus. Lektion 3. Wertschöpfungsketten

Im letzten Jahr wurde in einer Artikelüberschrift dieses Blogs gefragt, warum das Huhn in die Zirkulationssphäre ging. Nachdem Catherine Oliver 2024 darstellte, dass das Huhn der optimale Fleischlieferant ist, um die Umschlagszeit des Kapitals zu verkürzen und somit dem Fall der Profitrate entgegenzuwirken, hatten Jostein Jakobsen, Mads Barbesgaard und Mariel Aguilar-Støen beleuchtet, wie die Aufrechterhaltung der schnellen Umschlagszeit Monopolkonzerne bevorteilt. Das letztere Autorenkollektiv hat sich nun genauer die Zirkulation von Hühnerprodukten unter dem Fokus der Wertschöpfungskette angeschaut.

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