Marxismus-LLMismus

Matti Nelimarkka ging der Frage nach, ob sich vorhandene Large Language Models mit Hilfe von Fine-Tuning durch marxistische Klassiker als Werkzeuge der Kritik der politischen Ökonomie gestalten lassen. Was sagen seine Modelle, etwa was Revolution ist? „„Die Revolution darf durch die kommunistische Partei nicht ignoriert werden. Die Partei der Ordnung ist nicht nur eine kommunistische Partei, sondern ein Partei der Ordnung in allen Ländern. Sie ist, sie ist, unter keinen Bedingungen eine revolutionäre Partei.“

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Software ist auch nur eine Ware. Zur Kritik der „eigenartigen Kostenstruktur“

Viele Marxist*innen und kritische Ökonom*innen haben die Prämisse der „eigenartigen Kostenstruktur“ von Software, nach der Code und Kopie von Software getrennt voneinander betrachtet werden, übernommen, ohne hinreichend zu prüfen, ob sie überhaupt stimmig ist. Luis Arboledas-Lerida hat sie in der Science & Society hinterfragt. Insbesondere setzte er sich kritisch mit Theorien auseinander, welche die Marxschen Ausführungen über „moralischen Verschleiß“ oder „Abnutzung“ auf Software übertragen wollen.

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Marxismus in der neuen Multipolarität? – Rückblick auf die WAPE-Konferenz 2025

Die World Association for Political Economy WAPE vertritt einen marxistischen Internationalismus. In ihr organisieren sich marxistische und kritische politische Ökonom*innen aus der ganzen Welt. Sie kommen jährlich seit 2006 zu einer Konferenz zusammen, sodass man 2025 den 20. Jahrestag feiern konnte. Und nichts geringeres als die Gretchenfrage nach der Multipolarität sollte im Kernpunkt der Konferenz stehen. In der aktuellen World Review of Political Economy wurde ein Resümee der Veranstaltung gezogen.

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Losurdos Erbe

Der Philosoph Domenico Losurdo war ein autoritärer Linker im besten Sinne. Er ergriff Partei gegen einen falschen Universalismus und für eine konkrete Geschichtsinterpretation, die alle inneren Widersprüche des sozialistischen Übergangs mit einschließt. Die International Critical Thought widmet ihre aktuelle Ausgabe dem Leben und Werk Losurdos, dass einen ganzen Besteckkasten an Scheidemessern zwischen opportunistischer Phrase und historischem revolutionärem Bewusstsein bietet.

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Deutsche Kommunistische Debatte (4): Eine „Regierung des Friedens“?

Die zunehmende Breite der Friedensbewegung stellt die marxistische Linke jedoch auch vor Herausforderungen. Nicht nur bleibt die Frage offen, mit wem man zusammen auf die Straße gehen kann. Auch die strategische Perspektive der Friedensbewegung ist umkämpft. Schließlich ist die revolutionäre Linke alleine zu schwach, um dem Monopolkapital irgendetwas entgegenzusetzen. Die DKP hat auf dem letzten Parteitag eine Handlungsorientierung beschlossen, auf die ein friedenspolitisches Strategiepapier folgte. Bei der Vorstellung in Baden-Württemberg löste der stellvertretende Vorsitzende Björn Blach jedoch eine Kontroverse aus, indem er den Begriff einer „Regierung des Friedens“ ins Feld führte. In unregelmäßigen Abständen druckt das Parteiorgan „Unsere Zeit“ seither Beiträge die sich kritisch mit diesem Begriff auseinandersetzen.

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Die Speerspitze der Freireschen Pädagogik mit Losurdo reinigen

in Intellektueller, der dringend vor dem Revisionismus gerettet werden muss, ist Paulo Freire. Denn wenngleich sein Name in keiner antikolonialen, postkolonialen oder „kritischen“ Publikation über Pädagogik fehlen darf, wurde das ideologische Fundament, auf dem Freie seine „Pädagogik der Unterdrückten“ aufbaute, zunehmend verwässert: der Marxismus-Leninismus. Vielmehr werden heute richtungslose Kritik und Emanzipation ohne Inhalt mit seiner Pädagogik assoziiert. Scott Ritchie von der Kennesaw State University in den USA will das nicht so stehen lassen und behilft sich bei seiner Rehabiliation des revoluionären Paulo Freire passenderweise mit Losurdo.

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Der Arbeitsmarkt als Waffe und System: Grundzüge einer materialistischen Analyse

Nur die gutgläubigsten Liberalen können annehmen, dass die neue Reformagenda allein Reaktion auf die Konjunktur ist und kein aktiver Klassenkampf der Bourgeoisie. Und obwohl der Arbeitsmarkt jeden Menschen, der seine Arbeitskraft als einzige Waren auf diesem feilbieten muss, enorm prägt, steckt die marxistische Theoriebildung hierzu noch in den Kinderschuhen. Zhong Kai Qian und Ngai Pun von der Lingnan-Universität in Hong Kong haben erste Pfade einer Konzeptionalisierung beschritten.

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Zur Stellung der Ethnologischen Exzerpthefte im Streit von Feminismus und Marxismus

Zeigen die Ethnologischen Exzerpthefte, wie stark die Marxsche von der ENgelsschen Geschichtsphilosophie entfernt war? Xinxian Zhu von der Universität Huaqiao in China vertritt die Auffassung, dass sowohl Marx also auch Engels schon immer erkennbar eine sehr differenzierte und dialektische Sicht auf die Herausbildung der Familie und das Patriarchat hatten. Mit den Inhalten der Exzerpthefte und einem Rückgriff auf den heute fast unbekannten Bachofen verteidigt Zhu beide Theoretiker gegen falsche feministische Kritik.

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Ordnung in die Anarchie des Marktes bringen

Bürgerliche Ökonomen wie Keynes wollten den Kapitalismus nicht beseitigen, sondern seine Potentiale durch die richtige Ordnung voll ausschöpfen. Doch sie ärgerte, dass dieser Kapitalismus, den sie durchdrungen zu haben glaubten, immer wieder in tiefe Krisen stürzte. Und so übten sie moralische Kritik an der Unvernunft der Besitzenden, deren Verstoß gegen diese oder jene Regularien am Ende alle in die Krise stürzten. Nikolaos Chatzarakis und Persefoni Tsaliki haben sie die Keynesianische Krisentheorie etwas genauer angesehen und argumentieren, was die Postkeynesianer schon bei Marx hätten lernen können: dass nicht die Anarchie, sondern die Ausbeutung das Problem ist.

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