| ⋄ Was definiert eigentlich den Kapitalismus? Lohnarbeit? Warenproduktion? Proletariat und Bourgeoisie? Und kann Sklaverei kapitalistisch sein? ⋄ Die Artikel zum Amerikanischen Bürgerkrieg sind nach dem Brumaire und vor der Pariser Commune eine von drei umfassenden Analysen konkreter Klassengesellschaften von Karl Marx. ⋄ Anders als im Brumaire ist Marxens Kapitalismusanalyse in den 1860er Jahren bereits viel weiter fortgeschritten. ⋄ Matt Shafer stellte in der Political Theory diese Artikel und die Debatte darum vor. ⋄ Besonders die Dialektik zwischen Umwelt, Produktionsweise, politischem Überbau und Ideologie zeichnet nach ihm diese Texte aus. . |

Was definiert eigentlich den Kapitalismus? Ist es die Warenproduktion? Ist es Lohnarbeit? Ist es die Klassenherrschaft der Bourgeoisie? Die Kapital-Bände gaben darauf keine Antwort, denn im idealen Schnitt des Kapitalismus sind alle drei Merkmale vorhanden. Historisch aber gab und gibt es viele Gesellschaften, in denen einige der Charakteristika nur abgeschwächt vorhanden oder gar nicht da waren, was entweder dazu geführt, in bürgerlichen Staaten bereits Vorgriffe auf den Sozialismus zu erkennen oder aber die realsozialistischen Staaten als staatskapitalistisch zu brandmarken. Wo verläuft nun wirklich die Wasserscheide zwischen Kapitalismus und folgenden bzw. vorangehenden Gesellschaftsformen?
Wenn nun der Blick ins Kapital nicht reicht, so wird man vielleicht in anderen Schriften von Marx fündig. Seine Texte über den Amerikanischen Bürgerkrieg sind dabei in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen. Anders als etwa der Brumaire fallen diese Texte bereits in die Entstehungszeit des Kapitals, sodass Marx die politische Form bereits viel verzahnter mit der politischen Ökonomie analysierte. Matt Shafer stellte in der Political Theory diese Artikel und die Debatte darum vor.
Die Debatte um Bürgerkrieg und Sklaverei
Die bisherige Standardinterpretation der Aufassung Marxens über den Amerikanischen Bürgerkrieg lässt sich recht einfach nachschlagen. In der Einleitung der MEW 15, in der hauptsächlich die Texte von Marx und Engels zum Amerikanischen Bürgerkrieg versammelt sind, heißt es, dass Marx die Durchsetzung liberaler Reformen als Voraussetzung der proletarischen Revolution betrachtet habe. Dabei habe er den Bürgerkrieg in eine Phase der bürgerlichen Revolution eingeordnet, in der sich auch das bonarpartistische Frankreich, das zaristische Russland und das reaktionäre Deutschland befunden hätten und quasi der liberale Kapitalismus allmählich die Zwischenformen zum Feudalismus überwindet. Weiter heißt es, dass Marx „komplizierte soziale Erscheinung wie die amerikanische Negersklaverei auf den Plantagen in den Südstaaten und ihre Verbindung mit dem kapitalistischen Weltmarkt unter Beibehaltung vorkapitalistischer Methoden der Ausbeutung“ wissenschaftlich untersucht habe. Der zentrale Widerspruch sei es gewesen, dass die Finanz- und ein Teil der Industriebourgeoisie ihre Profite mit den Produkten des Sklavenhandels gemacht hätten, sich die moderne Produktionsweise aber immer weniger mit der Sklaverei selbst vertrug. Den Krieg hätten die Abolitionisten schon im eigenen Interesse und nicht wegen eines humanistischen Humanismus geführt.
Aber damit ist der Finger auch schon direkt in die Wunde gelegt. Ist die Sklaverei denn nun eigentlich kapitalistisch oder vorkapitalistisch? Denn auf der einen Seite beruht sie nicht auf der freien Lohnarbeit. Die Arbeitskraft besitzt nicht in dem Sinne Tauschwert, dass sie gegen einen Geldbetrag oder Waren getauscht wird, sondern nur, dass zur Reproduktion der Ware Arbeitskraft immer noch Waren nötig sind, über die aber die Arbeiter*in nicht selbst bestimmt. Auf der anderen Seite ist die Sklaverei fest in den Weltmarkt eingebunden. Drei Konzeptionalisierungen bieten sich nach Steve Edwards hier an: entweder Sklavenarbeit ist keine kapitalistische Produktionsweise, weil es keine Lohnarbeit gibt. Oder aber Sklavenarbeit ist eine kapitalistische Produktionsweise, weil Waren und Wert geschaffen wird. Oder drittens: Sklavenarbeit fungiert lokal außerhalb der kapitalistischen Produktion, ihre Produkte treten aber international in eine kapitalistische Zirkulation ein.
Shafer sagt, die traditionelle und bis heute mehrheitliche Sicht sei die, dass die Sklaverei selbst nur vorkapitalistischen Charakter trage. Diese Interpretation räumt sozusagen dem politisch-juristischen Überbau einen Vorrang ein, indem er die rechtliche Stellung der Sklaven als das Kommensurable zwischen historischen Erscheinungsformen der Sklaverei behandelt, während der spezifische Charakter der warenproduzierenden Sklaverei das Sekundäre wäre. Dass eine so simplifizierte Sichtweise im ML nicht vertreten wurde, belegt aber bereits ein Blick in die Einleitungen der MEW 15 oder der MECW 19. Cedric Robinson vertrat die gegenteilige Sichtweise als die hier unterstellte. Er sagte, dass eine Charakterisierung der Sklaverei als vorkapitalistisch die Rolle der Sklaven in der Weltökonomie verkenne und diese als revolutionäres Subjekt vernachlässige. Weniger teleologisch stützen sich neuere Marxist*innen wie Jairus Banaji, John Bellamy Foster, Hannah Hollemann und Brett Clarke auf Marx selbst, der Sklavenplantagen als Großbetriebe charakterisierte und vom Sklavenhalterkapitalismus im Süden sprach.
Von den Füßen auf den Kopf
Shafer möchte in seinem Artikel aber gar nicht die Frage stellen, wie vor dem Hintergrund von Marxens Erklärung des Kapitalismus die Sklaverei zu verstehen sei, sondern wie eigentlich die konkrete historische Analyse der Sklaverei Marxens Bild vom Kapitalismus geprägt hat. Dazu muss natürlich zwischen den historisch verschiedenen Formen der Sklaverei unterschieden werden.
Sklaverei taucht bei Marx und Engels an prominentester Stelle im Kommunistischen Manifest auf, wo der Kampf der Sklaven gegen die Sklavenhalter als der zentrale Klassenkampf der Antike benannt wird. Über den Amierkanischen Bürgerkrieg schrieb Marx mit der 1860er Jahre vorrangig in der New York Daily Tribune und in der Wieder Zeitung Die Presse. Mit Engels führte Marx eine ausführliche Korrespondenz zum Thema. Insbesondere versorgte Engels Marx mit Informationen aus erster Hand über die ökonomischen Konsequenzen des Bürgerkriegs. Dass Marx auch immer die antike Sklaverei im Hinterkopf behielt, beweist die Charakterisierung der weißen Unterschichte als „Plebejer“. Die weiße Arbeiter*innenklasse des Nordens wiederum drohe, mit einem Sieg der Sklaverei ins „Helotentum“ zurückzufallen.
Sklaverei und Natur
Einen Aspekt findet Shafer besonders faszinierend und das ist der ökologische. Marx beschreibt, dass die billige Arbeitskraft der Sklaven immer dann gebraucht werde, wenn neue Territorien mit fruchtbarem Boden erschlossen würden. Nur diese Umständen erlaubten es, „verschwenderisch“ mit einfacher Arbeit umzugehen. Seien die Böden ausgelaugt, müssten sie künstlich gedüngt werden, der Anbau müsse intensiver und die Techniken dahinter komplizierter werden. Massive Kapitalinvestitionen in technische Neuerungen seien notwendig, die anachronistisch zur Sklavenarbeit seien. Arbeit setze dann Ausbildung voraus und der komparative Vorteil des Sklaven zum freien Lohnarbeiter schwinde. Dann würden Sklaven nur noch für den Export in andere noch fruchtbare Regionen gebraucht. Mit der vollständigen Erschließung allen Landes würde die Sklaverei als solches dann aussterben. Marx behandelt hier die Sklaverei weniger politisch-juristisch, als im Kontext mit einer technologisch-ökologischen Komponente. Sie ist eher zur Abschöpfung einer Differentialrente unberührten Bodens geeignet, als in der kontinuierlichen kapitalistischen Produktion. Sie ist ein Übergangsphänomen, da sie auf einer endlichen Bodenqualität beruht, die durch Sklavenarbeit nur vernutzt, aber eben nicht sinnvoll reproduziert werden kann. In dieser Interpretation ist die Sklaverei nur insofern vorkapitalistisch, wie es noch solchen vernutzbaren Boden gibt, was eben historisch seine Schranke hat. Sie ist aber insofern kapitalistisch, dass sie innerhalb des Kapitalismus immer auf einen Boden mit gegebener Qualität anwendbar ist.
Von der Natur zum Klassenkampf und Bürgerkrieg
Im Amerikanischen Bürgerkrieg habe daher die führende Fraktion der Bourgeoisie vor folgender Wahl gestanden: entweder expandiert man territorial weiter, um das soziale Gefüge, dass sich über der Sklaverei erhoben hat, zu konservieren oder man wandelt sich selbst in einen modernen kapitalistischen Staat inklusive freier Lohnarbeit um; unter dem Risiko, dass das soziale Gefüge in Bewegung gerate und auch ein paar Bourgeois mit vom Thron reiße. In bemerkenswerter Klarheit habe sich die herrschende Klasse des Südens für ersteren Weg entschieden. Der Kampf, so Shafer, sei damit aber nicht einer zwischen vorkapitalistischer und kapitalistischer Gesellschaft, sondern zwei Formationen des Kapitalismus, die auf unterschiedlicher technologisch-ökologischer Basis stünden.
Gleichsam lässt sich Marx damit auch kein starres Basis-Überbau-Schema zuschreiben, sondern die technologische Basis spiegelt hier auf den sozialen Überbau zurück. Der muss nämlich, um sich selbst zu erhalten, auch an einer überholten produktiven Basis festhalten. Auch relativiert sich hier jede Unterstellung einer Technikteleologie bei Marx. Technische Neuerungen setzen sich keinesfalls einfach durch, sondern sie sind selbst Kampffeld von entgegengesetzten Interessen innerhalb der Bourgeoisie. Auch die Bedeutung des Elements der Ideologie wird deutlich. Durch die Aussicht darauf, nach einem gewonnen Krieg einst selbst Sklavenhalter zu werden, konnte sich die Sklavenhalterfraktion des Südens die Solidarität der armen Weißen sichern, was aber nur deshalb funktionieren konnte, weil Rassismus als Ideologie bereits wirksam war. Über die rassistischen Aufstände irischer Arbeiter in New York 1962 schrieb er, dass das Faktum der Sklaverei im Süden eine Bedrohung aller Arbeiter*innen unabhängig der Hautfarbe darstellte. Hintergrund war, dass viele Menschen nicht in die Armee eingezogen werden wollten, gerade weil sie glaubten, es ginge um die Sklaverei und die weißen Arbeiter*innen sollten dafür ihr Leben geben. Die beiden Tendenzen, zu den sich Arbeiter positionieren mussten, war entweder die Sklaverei als Ganze oder aber für deren rassistischen Charakter zu kämpfen. Von der objektiven Niederlage der Südstaaten erhoffte sich Marx eine Zuspitzung der Klassenkämpfe innerhalb der weißen Bevölkerung und eine Infragestellung des Großgrundbesitzes.
Sklavenbefreiung aus moralischen Gründen?
Auch eine andere Frage diskutierte Marx: wurde der Bürgerkrieg für den Abolitionismus oder mit ihm geführt. Wenige Jahre vor dem Bürgerkrieg prophezeite Marx in Briefen an Engels und seinen Onkel, dass er eine Sklavenrevolution im Süden der USA erwarte, wo selbst eine kleine Armee an bewaffneten Schwarzen eine ungeheure Wirkung entfalten könne. W.E.B. Du Bois bewertete den von Sklaven in den Armeen des Nordens und deren partielle Unterstützung als einen „Generalstreik“ der Schwarzen mit einer halben Million Streikenden. Prozesse der Emanzipation seien in Gang geraten, mal von unten selbst erkämpft, mal von oben zur Besänftigung gestattet. Dass die Ideologie der Sklavenbefreiung für den Norden eine ganz materielle Waffe gewesen war, musste den Führern bewusst gewesen sein. Insbesondere Lincoln kommt bei Marx in diesem Sinne nicht gut weg. Ihn stellt er als dauernden Bremser gesellschaftlicher Prozesse der Befreiung dar, der aus schierem Opportunismus den Abolitionismus als Mittel ergriffen habe. Auch hier zeigt sich wie Ideologie und Klasseninteressen jenseits moralischer Bewertungen miteinander verflochten sind.
Wenn Marx die Abschaffung der Sklaverei als ein zentrales Motiv des Bürgerkriegs beschrieb, wenngleich Teile der nordamerikanischen Bourgeoisie davon profitierten, adressierte er damit vor allen Dingen die englische Staatspropaganda. Diese wollte den Krieg nämlich als prinzipienlosen Tarifstreit darstellen, in den man auch notfalls zu Gunsten der Südstaaten intervenieren könne ohne sich als Kumpane der Sklavenhalter darstellen zu müssen. Marx war begeistert von der Widerstandsaktionen der englischen Arbeiter*innen, die diese Intervention verhinderten. Wir sehen damit, dass Marx in seiner journalistischen Tätigkeit durchaus dann die Ideologie vor den oberflächlich-materiellen Interessen behandelte, wenn es der Sache diente, das materielle Interesse des Proletariats zu bedienen.
Die Sklaverei im ersten Kapital-Band
Während Shafer den Eingang der Betrachtungen zur Sklaverei in das „Kapital“ eigentlich als Motivation seiner Untersuchung nannte, ging er leider nicht mehr auf diesen Aspekt ausführlich ein. Aber das kann man ja ergänzen. Epochal heißt es hier: „Überhaupt bedurfte die verhüllte Sklaverei der Lohnarbeiter in Europa zum Piedestal die Sklaverei sans phrase in der neuen Welt.“ (MEW 23, S.787) Die Sklaverei werde dann aber wiederum in seiner spezifischen Form das Resultat des Weltmarktes. Sie nimmt nicht mehr die patriarchale Form an, wenn nicht mehr vorrangig für eine Familie produziert wird, sondern für den Export. Unter durchschnittlichen kapitalistischen Bedingungen hingegen hält Marx die Sklaverei schlichtweg für dysfunktional. Arbeitskraft werde ohnehin zu ihrer durchschnittlichen Intensität gekauft und ein freier Arbeiter sei aus Sicht des Kapitals besser in die Verantwortung zu nehmen als ein sprachloses Werkzeug. Nur die Form der Aneignung des Mehrprodukts unterscheide sich. Denn kauft ein Kapitalist nicht nur die Arbeit, sondern die ganze Arbeitskraft, trägt er auch die Lasten, wenn diese unterdurchschnittlich effektiv ist. Im Kapitalismus hingegen kann der Kapitalist, Arbeit, die unterdurchschnittlich ist, in Zukunft nicht mehr kaufen oder eben nur die geleistete Arbeit bezahlen. Daher erwächst auf den Arbeiter ein viel größerer Druck zur eigenständigen Intensitätssteigerung.
Doch unterschiedslos betrachtet Marx Lohnarbeit und Sklaverei nicht. Er kritisiert etwa Thomas Carlyle, dass dieser „das einzig großartige Ereignis der Zeitgeschichte, den Amerikanischen Bürgerkrieg, darauf [reduziert], daß der Peter vom Norden dem Paul vom Süden mit aller Gewalt den Hirnschädel einschlagen will, weil der Peter vom Norden seinen Arbeiter „täglich“ und der Paul vom Süden ihn für „Lebzeit mietet“ (MEW 23, S.270). Denn der Kampf gegen die Sklaverei sei bereits selbst Motor der Emanzipation:
„In den Vereinigten Staaten von Nordamerika blieb jede selbständige Arbeiterbewegung gelähmt, solange die Sklaverei einen Teil der Republik verunstaltete. Die Arbeit in weißer Haut kann sich nicht dort emanzipieren, wo sie in schwarzer Haut gebrandmarkt wird. Aber aus dem Tod der Sklaverei entsproß sofort ein neu verjüngtes Leben. Die erste Frucht des Bürgerkriegs war die Achtstundenagitation, mit den Siebenmeilenstiefeln der Lokomotive vom Atlantischen bis zum Stillen Ozean ausschreitend, von Neuengland bis nach Kalifornien.“ (MEW 23, S.318)
Auf der anderen Seite lässt Marx viele Autoren zu Wort kommen, welche die Lohnarbeitsverhältnisse in England oder Frankreich als Sklaverei illustrieren. Dennoch stellt Marx weitestgehend das Verhältnis zwischen Sklaverei und Kapitalismus klar:
„Die sporadische Anwendung der Kooperation auf großem Maßstab in der antiken Welt, dem Mittelalter und den modernen Kolonien beruht auf unmittelbaren Herrschafts- und Knechtschaftsverhältnissen, zumeist auf der Sklaverei. Die kapitalistische Form setzt dagegen von vornherein den freien Lohnarbeiter voraus, der seine Arbeitskraft dem Kapital verkauft.“ (MEW 23, S.354)
Trotz aller Seitengleise, dialektischen Ungleichzeitigkeiten, sowie taktischen und stilistischen Besonderheiten in der journalistischen Arbeit von Marx stellt er hier nochmals fest, dass der Kapitalismus nicht nur von der Lohnarbeit geprägt ist, sondern diese gar voraussetzt.
Zusammenfassung
Nach Shafer machen also drei zentrale Aspekte Marxens Artikel zum Amerikanischen Bürgerkrieg interessant. Erstens habe er die Rolle der ökologischen Basis und deren Wechselwirkung mit den gesellschaftlichen Formen begriffen. Die Vernichtung des Bodens durch die Plantagenwirtschaft und der Einfluss dieser auf das soziale Gefüge und resultierende Kriege, können dabei als eine prototypische Studie zur Dialektik von Umwelt, Migration und Krisen begriffen werden. Zweitens kann man an den Marxschen Artikeln studieren, wie technologische Basis, gesellschaftlicher Überbau und ideologische Vermittlung sich gegenseitig selbst in Bewegung bringen, anstatt ein monodirektionales Kausalgefüge darszustellen. Ähnliches Lob erhielt ja bereits der Brumaire, allerdings ohne so gewichtige Berücksichtigung der technologischen und ökologischen Basis. Und drittens zeigt Marx, wie wichtig es ist, die technologische Basis und die darauf aufbauende Klassenstruktur zu berücksichtigen, wo er über den Brumaire hinaus geht und was Historizität nicht allein als Abfolge von Epochen, sondern als Ungleichzeitigkeit von gesellschaftlichen und technologischen Formen begreifen kann.
Literatur:
Shafer, M. (2025): Marx on Slavery and Capital in the American Civil War. In: Political Theory. Jahrgang 53. Ausgabe 4. S.532–556.
