Rezension: Der Isaac-und-Tamara-Deutscher-Preis 2021

Ende letzten Jahres zeichnete die Jury des Deutscher-Preises das Werk „Stalin: Passage to Revolution“ von Ronald Grigor Suny aus. Das Leitmotto des Buches ist das alte russische Sprichwort, von der Wahrheit nicht mehr zu erwarten als sie hergibt. Der Untertitel „Passage to Revolution“ erklärt den Charakter des Buches vortrefflich. Die Passage verweist darauf, dass Suny Stalins Leben als eine Entwicklung beschreiben möchte, deren Ende noch nicht im Anfang angelegt war.

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Licht am Ende des Tunnels

Solarenergie wird heutzutage vorrangig unter dem Aspekt der ökologischen Wende diskutiert. Als Mittel der Geopolitik wird die sie jedoch noch in der Forschung unterschätzt. Dabei wissen gerade Marxist*innen um die enge Verknüpfung der Entwicklung der Produktionsmittel mit den Produktionsverhältnissen. In einer Welt, in der der Zugang und die Kontrolle über Energieressourcen zu einem der bedeutendsten geopolitischen Faktoren darstellt, ist die Solarzelle plötzlich zum Akteur geworden.

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Zunehmende Bildungsungleichheit auf Kuba?

Trotz aller materiellen Probleme, mit denen Kuba vor und nach dem Zerfall der Sowjetunion zu kämpfen hatte, war das Bildungssystem stets ein Aushängeschild des sozialistischen Aufbaus: der Sieg über den Analphabetismus, Kostenfreiheit des Studiums, Forschung auf vergleichbar hohem Niveau oder die Entwicklung eigener Impfstoffe gegen Covid sind nur einige Beispiele.

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