Marx-Boom: aktuelle marxistische Empirie aus Südamerika

Marxistische Forschung boomt. Ok, vielleicht nicht in Deutschland. Aber international wächst die Anzahl an Wissenschaftler*innen, die sich mit moderner Methodik und in Triangulation mit zeitgenössischen Theorien über Imperialismus, Ausbeutung, Abhängigkeiten und Finanzmärkte aufmachen, den Schatz an marxistischer Theorie beständig zu erweitern. Neben der Volksrepublik China, in der die vorgeschriebene Beschäftigung mit der Kritik der politischen Ökonomie zahlreiche Ökonomen zu interessanten Studien – auch jenseits der Parteidogmatik – motiviert hat, ist Südamerika ein Hotspot marxistischer Forschung auf der Höhe der Zeit.

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Im Reich der Bäckermeister und Vampire: Karl Marx und die Nachtarbeit

Nachtarbeit ist ein Thema, über das die Linke kaum redet. Sie gilt als notwendig: bei der Pflege, im Gesundheitswesen oder im Öffentlichen Personennahverkehr. Und sie gilt als individuelles Problem. Auch Karl Marx setzte sich im ersten Band des Kapitals mit der Nachtarbeit auseinander. Seine Ausführungen hierzu zählen zu den eher unbekannteren. Ein tieferer Blick in das Kapitel über den absoluten Mehrwert lohnt aber. Über Subsumtion der Natur unter das Kapital, deskriptive Empirie und die Vampirmetapher bei Marx schrieb Paul Apostolidis.

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