Deutscher Imperialismus, erklärt für Nichtmarxist*innen

Die Bundesrepublik Deutschland steht zu Beginn des Jahres 2026 im Zeichen der innenpolitischen Repressionen, der Militarisierung der Politik nach innen und außen, sowi eines allgemeinen Angriffs auf die Rechte und Löhne der Arbeiter*innen. Trotz allem wird der Terminus „imperialistisch“ in der akademischen Forschung weitestgehend vermieden und lediglich von linken Aktivist*innen benutzt. Kai Koddenbrock und Carolin Fiete Norina Voß wendeten dieses Konzept in der New Poltical Economy auf die BRD an, um zu zeigen, wie gut sich die Totalität der Zeitenwende in diesem erklären lässt.

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Im Herbst der nigerianischen Automobilindustrie

In Nigeria versucht man sich bereits seit über 50 Jahren am Projekt des Aufbaus einer nationalen Automobilindustrie. Nach einem kurzen Hype in der Mitte der 2010er Jahre bricht diese aktuell aber wieder ein. Peter Labe Atime & Michael I. Ugwueze führten Interviews mit Vertretern aller größeren nigerianischen Automobilwerke, so wie Vertretern des Arbeitgeberverbandes und des Nationalen Automobilentwicklungsrates. Sie zeichnen ein Bild davon, was es heißt, selbst nicht in der Liga der Imperialisten mitspielen zu können.

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Die Auto-Monopolkonzerne leben auf Kosten ihrer Zulieferer

Gewerkschaften sehen den Erfolg der deutschen Automobile eher in der Lohnzurückhaltung der Arbeiter*innen begründet und verlangen ein größeres Stück vom Kuchen; das Kapital teilt die Prämisse, pocht aber auf Wettbewerbsfähigkeit. Was allerdings die gesamte Wertschöpfungskette zum Erfolg der Autobauer beitrug, das wurde geflissentlich vernachlässigt. Manuel Gracia Santos, Miguel Montanyá und María J. Paz haben sich in der Review of Radical Political Economics mit Hilfe einer Input-Output-Analyse die gesamte Wertschöpfungskette der deutschen Automobilindustrie angeschaut.

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