Wie wird man eigentlich Marxist*in? Didaktik ist hier eine nicht unerhebliche Frage, wenn es darum geht, wie kritische Geister einen Einstieg in die recht anspruchsvolle und gegen alle herrschende Ideologie gerichtete Materie des Marxismus bekommen. In der aktuellen Review of Radical Political Economy wurden zwei dutzend Aufsätze zur Didaktik heterodoxer ökonomischer Theorie gesammelt. An dieser Stelle sollen fünf Konzepte vorgestellt werden, die alle Antwort auf die Frage suchen: Marx, warum soll ich mich mit dem noch beschäftigen?
WeiterlesenSchlagwort: Didaktik
Mit Marx an chinesischen Schulen ums Überleben kämpfen
In der Volksrepublik China steht die Didaktik des Marxismus zunehmend vor Problemen. Der Sozialismus ist Staatsdoktrin und die Kommunistische Partei führt das Land. Nichts desto trotz lässt sich mit großen Konzernen eine Menge Geld verdienen, wenn man ganz klassisch volkswirtschaftlich die Ökonomie anfasst. Wozu also noch Marx büffeln? Weil es vorgeschrieben ist. Aber wir Interesse wecken, wenn man Marx weder für höhere Gewinne anwenden kann, noch die Rekommodifizierung der Gesellschaft allzu scharf kritisieren darf? Ma Mengting schrieb über die Probleme bei der Didaktik der Arbeitswertlehre und ihren Ansatz zur extrinsischen Motivation.
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Postfreirismus
Im Marxismus steht zur Disposition, inwiefern Hochschulen und Schulen ein Ort menschlicher und proletarischer Emanzipation sein können oder ob ihre gesellschaftliche Funktion zur Reproduktion der Ware Arbeitskraft nicht jeglichen revolutionären Anspruch unterlaufen müsse. Dennoch gibt es eine Reihe linker Pädagog*innen, die Aufklärung für lehrbar und Ideologien der Ungleichwertigkeit für schulisch bewältigbar halten. Viele davon berufen sich auf den marxistischen Klassiker Paulo Freire. Zu Unrecht, wie Derek Ford in der International Critical Thought einwendet. Über die revolutionäre Praxis der Bildung.
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