Ordnung in die Anarchie des Marktes bringen

Bürgerliche Ökonomen wie Keynes wollten den Kapitalismus nicht beseitigen, sondern seine Potentiale durch die richtige Ordnung voll ausschöpfen. Doch sie ärgerte, dass dieser Kapitalismus, den sie durchdrungen zu haben glaubten, immer wieder in tiefe Krisen stürzte. Und so übten sie moralische Kritik an der Unvernunft der Besitzenden, deren Verstoß gegen diese oder jene Regularien am Ende alle in die Krise stürzten. Nikolaos Chatzarakis und Persefoni Tsaliki haben sie die Keynesianische Krisentheorie etwas genauer angesehen und argumentieren, was die Postkeynesianer schon bei Marx hätten lernen können: dass nicht die Anarchie, sondern die Ausbeutung das Problem ist.

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Anwar Shaikh: Biografie und Werk

Mit der empirischen Erforschung des tendenziellen Falls der Profitrate ist seit 30 Jahren der Name Anwar Shaikh untrennbar verbunden. Shaikh, der die klassische, keynesianische und marxistische Theorie erforschte und analytisch nutzte, prägt bis heute die Auseinandersetzungen um Input-Output-Analysen, das Transformationsproblem und makroökonomische Modellierungen. Eine Vorstellung von Person und Werk.

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Wie was wo wächst: globale Akkumulationsregime

Phänomenologisch nennen wir konkrete Systeme der Profitmaximierung Akkumulationsregime, die nicht nur eine Antwort auf den Stand der nationalen Klassenkämpfe und Produktivkraftentwicklung sind, sondern auch auf die Zumutungen des Weltmarkts. Diese Akkumulationsregime wirken wiederum auf die Klassenverhältnisse zurück und damit auch auf das Klassenbewusstsein, sodass sich viele politische Erscheinungen auf die jeweiligen Akkumulationsregime zurückführen lässt.
Die aktuelle Ausgabe des European Journal of Economics and Economic Policies hat verschiedene Aufsätze zur Analyse verschiedener Wachstumsregime versammelt. Insbesondere die Weltfinanzkrise von 2008 hat hier eine überwältigende Dynamik in Gang gesetzt.

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