Grenzbereiche des Marxismus

Zum Abschluss der kleinen Serie über die Nominierungen des diesjährigen Isaac-und-Tamara-Deutscher-Preises sollen die letzten beiden Bücher kurz angerissen werden, welche die Jury in Betracht gezogen hat. Bei beiden Büchern handelt es sich um um die Teilmenge von Marxismus und anderen linken Diskursen. Silvia Federici wollte ausloten, was der Marxismus dem Feminismus sagen kann und was nicht. Kolja Lindner stellte sich die Frage, ob der Marxismus eurozentristisch sei und wenn ja, was an ihm.

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Die weißen Massai

David Thomas Suell hat die Bedeutung der Dimension Zeit bei der ursprünglichen Akkumulation in Tansania und Kenia untersucht. In seinem Aufsatz The Creation of capitalist Time: Rethinking Primitive Accumulation through Conservation aus der aktuellen Society & Space zeigt er auf, welch vielfältige Rolle die Zeit bei der Enteignung der Massai spielte. Er schreibt damit ein spannendes Kapital über den Kolonialismus und die Hybris westlicher, philanthropischer Bewahrungspolitik.

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Structural Turn – Vivek Chibbers neues Buch „The Class Complex“

Bestimmt die gesellschaftliche Struktur die Kultur oder ist es die Kultur, welche die Gesellschaft formt? Vivek Chibber, bekannt als Journalist für das Jacobin-Magazin, möchte diesen Streit in die nächste Runde führen. In seinem neuen Buch „The Class Complex – Social Theory after the Cultural Turn“ versucht er die Kulturtheorie dadurch auszustechen, dass er sie in sein Konzept einer Klassenstruktur integriert.

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