Linke, die Zizek mögen, kauften auch dieses Buch

„Dissidents among Dissidents. Ideology, Politics and the Left in Post-Soviet Russia“ von Ilya Budraitski wurde in diesem Jahr für den lsaac-Deutscher-Preis nomminiert. Als studierter Kunst-, Geschichts- und Kunstgeschichtswissenschaftler, Ausstellungskurator über die russische revolutionäre Geschichte, Lehrbeauftragter in Moskau und Aktivist in zahlreichen regierungskritischen Bündnissen ist Budraitskis einer der ersten Ansprechpartner hiesiger linker Medien. Was er schreibt und warum er nicht gewonnen hat, ist Gegenstand der folgenden Rezension.

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China Mieville zum Kommunistischen Manifest

An Kommentaren, Essays und Büchern zum Kommunistischen Manifest mangelt es ganz sicher nicht. Aber wenn der Fantasy-Autor China Mieville ein Buch über das Gründungsdokument der kommunistischen Bewegung schreibt, ist das schon noch etwas ganz Besonderes. Denn die Fantasy ist genau das Genre der Literatur, dass buchstäblich Gespenster durch Europa gehen und Proletarier mit nichts außer Ketten erschaffen kann. Und Mievielle ist ein Meister darin, Metaphern, Allegorien und Sehnsüchte der Linken in Fantasiewelten zum Leben zu erwecken. In A Spectre, Haunting erweckt er das Manifest als Text, Textform, historisches Dokument und immernoch gültige Richtschnur zum Leben.

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