Das Huhn im Kapitalismus. Lektion 3. Wertschöpfungsketten

Im letzten Jahr wurde in einer Artikelüberschrift dieses Blogs gefragt, warum das Huhn in die Zirkulationssphäre ging. Nachdem Catherine Oliver 2024 darstellte, dass das Huhn der optimale Fleischlieferant ist, um die Umschlagszeit des Kapitals zu verkürzen und somit dem Fall der Profitrate entgegenzuwirken, hatten Jostein Jakobsen, Mads Barbesgaard und Mariel Aguilar-Støen beleuchtet, wie die Aufrechterhaltung der schnellen Umschlagszeit Monopolkonzerne bevorteilt. Das letztere Autorenkollektiv hat sich nun genauer die Zirkulation von Hühnerprodukten unter dem Fokus der Wertschöpfungskette angeschaut.

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Warum zirkulierte das Huhn (nicht) über die Straße?

Der zweite Band des Kapitals gilt allgemein als schwer verdauliche Kost. Dabei hat die Resultate jeder omnivore Mensch auf dem Teller, wenn er einen Broiler oder Chicken Nuggets verdrückt. Behandelt Marx im Kapital II die Umschlags-, Produktions- und Zirkulationszeit und ihr Einfluss auf die Profitrate in seiner Allgemeinheit sehr ausführlich, so ist das Huhn, dessen Produktionszeit seit dem Zweiten Weltkrieg mehr als halbiert wurde, die fleischgewordene Totalität dieser Zusammenhänge. Aber was passiert, wenn die Zirkulation unterbrochen werden muss, etwa im Falle der allen sehr geläufigen Vogelgrippe H5N1?

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Hier fängt das Manuskript an (1/2)

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein MEGA-Projekt. Die zweite und grunderneuerte Marx-Engels-Gesamtausgabe hat sich zum Ziel gesetzt, wirklich den vollständigen schriftlichen Nachlass von Karl Marx und Friedrich Engels zu edieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Insbesondere in den USA hat die Veröffentlichung der Manuskripte und Vorarbeiten zu den Kapital-Bänden viele Diskussionen neu angestoßen. Kenji Mori untersuchte ein Manuskript, dass den Einfluss der Umschlagszeit auf das fixe und zirkulierende Kapital untersuchte.

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