Mit dem Beginn der Edition der zweiten Marx-Engels-Gesamtausgabe fiel den ersten Marxologen auf, dass Engels bei der Erstellung des zweiten und dritten Bandes redaktionelle Änderungen hat vornehmen müssen, um aus den teils losen und unvollständigen Konzeptschriften ein konsistentes Werk zu schaffen. Ausgerechnet die MEGA² hat jedoch auch die Zugänglichkeit der Rohtexte deutlich erhöht, sodass sich mittlerweile eine recht breite Autor*innenschaft ein eigenes Bild von den redaktionellen Eingriffen Engels’ machen konnte. Und mit dieser wurde auch Kritik an dem unterstellten Marx-Engels-Dualismus lauter. Christos Balomenos schaute sich die Bearbeitungsgeschichte des Zinskapitels im dritten Kapitalband an und fand einen sorgfältigen und sinngemäßen Umgang mit den Marxschen Notizen vor.
Weiterlesen
