Während die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt, sowie die immer integrativere Nutzung von Large Language Models mittlerweile zum Alltag gehört, fühlen sich Begriffe wie „Kybernetik“ und „Elektronenhirn“ heute recht seltsam an. Diese Begriffe entstammen hierbei nicht alleine der Science Fiction aus der DDR, Sowjetunion oder Volksrepublik Polen, sondern sie waren für einige Jahre zentrale Talking Points des wissenschaftlichen Diskurses der Staaten des Warschauer Paktes. Nicht nur die Planung der Produktion sollte durch Kybernetik, die Automatisierung der Datenerhebung, Rückkopplungsschleifen und eine Imitation des menschlichen Denkens auf höherer Stufenleiter, wesentlich erleichtert werden, sondern auch die Gestaltung einer rationalen Infrastruktur, welche auf den Trümmern des Hitlerfaschismus wachsen musste. Jannik Noeske faste im Journal of Architecture die Ideen- und Handlungsgeschichte der kybernetischen Stadtplanung in der DDR zusammen … mit einigen Erfolgen und vielen uneingelösten Versprechen.
Weiterlesen
