Grenzbereiche des Marxismus

Zum Abschluss der kleinen Serie über die Nominierungen des diesjährigen Isaac-und-Tamara-Deutscher-Preises sollen die letzten beiden Bücher kurz angerissen werden, welche die Jury in Betracht gezogen hat. Bei beiden Büchern handelt es sich um um die Teilmenge von Marxismus und anderen linken Diskursen. Silvia Federici wollte ausloten, was der Marxismus dem Feminismus sagen kann und was nicht. Kolja Lindner stellte sich die Frage, ob der Marxismus eurozentristisch sei und wenn ja, was an ihm.

Weiterlesen

Alt, krank, arm … aber relativ gut versichert

Die Weihnachtszeit ist die Zeit, in der man seine Liebsten mit preisgekrönter marxistischer Literatur bescheren möchte. Letzterer mangelt es leider an Preisen. Eine Ausnahme macht der seit 1969 vergebene und mit 500 Dollar dotierte Isaac-und-Tamara-Deutscher-Preis. Dieses Jahr darf sich Gabriel Winant in die Riege namhafter Preisträger*innen wie David Harvey, Eric Hobsbawm oder Terry Eagleton einreihen. Sein Buch The Next Shift. The Fall of Industry and the Rise of Health Care in Rust Belt America über die Transformationsprozesse im amerikanischen Rust Belt konnte die Jury überzeugen.

Weiterlesen

Feminismus oder Feminismus?

Die Soziologin Myra Marx Ferree legte 2012 mit „Varieties of Feminism – German Gender Politics in Global Perspective“ eine vergleichende Studie über die Frauenbewegungen in Deutschland, den USA und Großbritannien vor. Sie analysiert nun die Geschichte der Frauenbewegung in den USA, Großbritannien und Deutschland vor dem Hintergrund der unterschiedlichen politischen Traditionen, um deren Unterschiedlichkeit zu erklären. Ihre Analyse bietet einen Analyserahmen für die widersprüchlichen feministischen Positionen in der aktuellen Debatte um #LinkeMeToo.

Weiterlesen