Bewaffnete Vernunft? Bodrunovs Noonomie in Zeiten des Ukrainekriegs

⋄ Vor acht Jahren brachte Sergey Bodrunov seiner Buch „Noonomie“ heraus, in der er eine vernünftig nach Bedürfnissen der Menschen produzierende Gesellschaft beschreibt.

⋄ In großen Teilen der heterodoxen Ökonomie genießt seine Theorie einen guten Ruf, den sie auch dank Bodrunovs guter Vernetzung hat.


⋄ In den aktuellen
Voprosi Politicheskoi Ekonomii reformuliert er seine Ideen unter den Bedingungen des aktuellen Russlands.

⋄ Er sagt, dass Russland nur dann einen technologischen Innovationssprung machen könne, wenn es Vorreiter einer vernunftgeleiteten Planungsstrategie werde.

⋄ Zudem sei der antiimperialistische Kampf um die multipolare Weltordnung ein Kampf um die notwendigen Voraussetzungen einer Noonomie.

Warum müssen es Kommunist*innen immer so umständlich machen? Wenn man die kapitalistische Wirtschaftsweise für unvernünftig hält, warum ersetzt man sie dann nicht einfach durch eine vernünftige? Thats’s all. Wer soll denn da was dagegen haben? Was auf den ersten Blick komisch vereinfachend klingt, hat der russische Ökonom Sergey Bodrunov in seinem 2018 erschienen Buch „Noonomie“ tatsächlich gefordert: die Nutzung der modernen Technologie zur bestmöglichen Befriedigung der Bedürfnisse der Menschen, Bildung hin zur Entwicklung echter Bedürfnisse statt kurzfristiger Konsumanreize, Planung nach den Anforderungen einer immer komplexer werdenden Produktion und Planwirtschaft als im hier und heute implementierbare Strategie statt dogmatisches Konzept. Alles einfach vernünftig, statt ideologisch. Und tatsächlich hat sein Konzept einigen Beifall bekommen. Während die neoliberalen Ökonomen Russlands Bodrunov als einen von hunderten Plannostalgikern ignorieren, hat eine internationale heterodoxe Szene seine Ideen euphorisch begrüßt. Aber wie passt der Gedanke einer demokratischen und emanzipatorischen Planwirtschaft, sowie ihr Beginn im Hier und Heute zu einer russischen Gegenwart, die von Krieg, Korruption und politischer Repression geprägt ist? In den aktuellen Voprosi Politicheskoi Ekonomii (Näheres hier) hat Bordrunov seine Idee reformuliert.

8 Jahre Noonomie

2018 veröffentlichte Sergey Bodrunov das Buch НООНОМИКА (englisch: Noonomy; da bisher keine deutsche Übersetzung zu finden ist, wird angelehnt ans Englische übersetzt: Noonomie). Im Erscheinungsjahr gewann es den Buchpreis der World Association for Political Economy WAPE 2018, der u.a. Samir Amin und James K. Galbraith angehören. Nicht nur die führenden russischen Universitäten bieten seither Kurse zur Noonomie an, auch italienische und amerikanische Professoren haben das Konzept in die Kurszimmer westlicher Institutionen gebracht. Die breiteste Wahrnehmung außerhalb Russlands erreichte Bodrunov allerdings in China. So wurde er auf das 25. Shanghaier Wirtschaftsforum eingeladen, um über die Noonomie als Grundarchitektur einer multipolaren Welt zu referieren. Auf Grund des Erfolgs seines Buches stieg Bodrunov 2022 zum Präsident der Freien Wirtschaftsgesellschaft Russlands, sowie zum Präsidenten der Internationalen Union der Ökonomen auf. Auszeichnungen erhielt er dabei nicht nur auf wissenschaftlichen Gebiet, sondern auch den Vaterländischen Verdienstorden 1. und 2. Grades, sowie einen Orden der orthodoxen Kirche für seine Beiträge zu einer Wirtschaft der Gleichberechtigung.

Der Kerngedanke der Noonomie ist bereits ein wenig durch Bodrunovs Biographie angelegt. Während er seinen Abschluss in Mathematik noch in der Zeit der Perestroika absolvierte, wechselte der gebürtige Belorusse nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion an die Russische Wirtschaftsakademie, wo er seine Dissertation 1995 zu „Marktmanagement für Informationsprodukte“ einreichte. Die strategische Industriepolitik unter dem Einsatz moderner Informationstechnologie sollte in den kommenden Jahren zu seinem Spezialgebiet werden, wozu er seither 1000 wissenschaftliche Publikationen und 35 Monographien herausgab. Seinen Durchbruch erlebte Bodrunov aber erst durch die besagte Noonomie. Als Chefredakteur betreut er eine gleichnamige Fachzeitschrift, die sich mit der Fortentwicklung des Konzepts beschäftigt. Nebenbei ist er aber auch in der Privatwirtschaft tätig, betreute Bahngesellschaften oder Automobilkonzerne und arbeite an der Bezahlplattform Yandex.Money mit.

Das Konzept

Zunächst mutet Bodrunovs Theorie weitgehend marxistisch an. Er bezieht sich positiv auf Marxens Arbeitswertlehre und sieht in der materiellen Produktion die Grundlagen der gesellschaftlichen Organisation fundamental bestimmt. Die Organisation von Produktion fasst er als im Wesentliche technisch bestimmt auf. Komplexe Waren benötigen komplexe Produktionsabläufe und eine ebenso komplexe Organisation der Arbeit. Da auch die Klassenstrukturen durch die technologische Basis weitgehend bestimmt würden, passt die Großbourgeoisie als Besitzer großer Industriekonzerne auch zur Industriegesellschaft … aber eben nicht mehr zur postindustriellen Gesellschaft. Bodrunov warnt vor einer Fetischisierung der New Economy und stellt heraus, dass Wissensproduktion letztendlich nur dann relevant ist, wenn ihr auch materielle Produktion folgt. Die Industrieproduktion werde nicht durch Wissensproduktion abgelöst, sondern sie wird wissensintensiver. Dabei ändere sie auch die Art und Weise der Konsumgüter und des Konsums. Das Bedürfnis nach Fernseher, Notizheft, Telefon, Modem, Computer und Uhr werde mittlerweile durch ein einziges Gerät befriedigt, wodurch auch der Bedarf an Primärgütern sinke.

Damit änderten sich auch die Produktions- und Konsumtionsbeziehungen. Arbeiter*innen müssten heute stärkere individuelle Qualifikation mitbringen und lebenslang lernen. Die Aneignung der Güter der Produktion sei zunehmend ohne Schädigung anderer erreichbar. Die Produktion sei im wesentlich nur noch durch Spezialisten und Technokraten bestimmt, die den formellen Eignern der Produktionsmittel zunehmend die Kontrolle entzögen. Diese ganze Gesellschaft nennt Bodrunov die zweite Generation der neuen Industriegesellschaft.

Eine zunehmend technologisierte Gesellschaft mit dem Potential zu viel Freizeit und neuen Formen der Bedürfnisbefriedigung bei geringerem Ressourcenverbrauch treffe aber auf Technologieskepsis und reale Risiken. So seien die Bedrohung der Umwelt und der menschlichen Natur vollkommen real. Es gebe einen Zwang, das Bruttosozialprodukt zu steigern, obwohl gerade synergetische, intelligente Lösungen es sinken lassen sollten. Der Zwang zu Wachstum bedeute auch den Kampf um Einflusssphären und die Ausbeutung von Mensch und Natur in der kapitalistischen Peripherie.

Dem stellt Bodrunov nun eine Gesellschaft der Vernunft, eine Noonomie – abgeleitet vom griechischen Wort nous für „Vernunft“ oder „Wissen“ – gegenüber. Gerade weil Bedürfnisse wie Produktion durch die Technologie reguliert würden, sei die Technologie der entscheidende Hebel, statt postuliertem unendlichem Wachstum eine bewusste Steuerung zu erwirken. Dabei schlägt er keine konkreten Maßnahmen vor, sondern die Noonomie als strategisches Ziel. Denn eine bedürfnisorientierte Technologie können nur dann breite Akzeptanz erlangen, wenn sie an Gewohnheiten, Bräuche und Traditionen der Menschen anknüpfe. Umgekehrt müsse das Verständnis der modernen Technologie immer mehr zum Bildungs- und Kulturziel werden, damit technologische Lösungen nicht an simplem Unwissen oder an Fremdheit scheitern. Kultur und Bildung würden damit zum eigenen ökonomischen Imperativ werden. Diese neuen vernünftigen Menschen wiederum entwickelten Noobedürfnisse, die sich an einer rationalen technischen Basis orientierten anstatt an beständigem Wachstum.

Als Mittel des Übergangs schlägt Bodrunov etwa die Entwicklung eines Noo-BIP vor, das Ressourcenschonung, Synergieeffekte, etc. stärker zum Ziel gesellschaftlicher Entwicklung mache als das nominelle Wachstum. Aber letztendlich ist der Übergang prozessoffen. Solange Ziele und Aufgaben der Gesellschaft demokratisch artikuliert, die Mittel zur Zielerreichung – mittelbar oder unmittelbar – kontrolliert und die Individuen Selbstbestimmung über ihren technologischen Mitbildungsprozess erhalten würden, sei eine breite Palette von Übergangssystemen denkbar.

Marxistische Kritik

Bodrunov verwendet ohne Zweifel Elemente, die marxistischen Vertreter*innen einer Planwirtschaft aus dem Herzen sprechen. Die Planung der Ökonomie zur Bedürfnisbefriedigung. Bewusste Festlegung von Planzielen. Die Beharrung auf der produktiven Basis als Bestimmungsfaktor der Gesellschaft und ein dialektisches Konzept von gesellschaftlichen Veränderungen und individuellem Verhalten. Dazu zahlreiche Zitate und Referenzen auf Marx. All das lässt die Noonomie leicht als marxistisches Konzept erscheinen. Und Bodrunov hat sich als professioneller Netzwerker auch darum bemüht, nicht nur ein Buch zu schreiben, sondern auch in akademischen Diskussionsveranstaltungen seine Ideen unter die Leute zu bringen. Das hat sicherlich zum Bekanntheitsgrad der Noonomie beigetragen, aber entsprechend auch marxistische Kritik provoziert.

Die erste richtet sich an den unklaren Eigentumsbegriff. Nur weil sich Wissen fast ressourcenlos reproduzieren lässt, heißt das nicht, dass Wissen kein Eigentum sein kann. Patente gehen als konstantes Kapital in die Warenproduktion ein oder werden – nach anderen Theorien – als Monopolrenten auf der Stufe der Reproduktion des Gesamtkapitals abgeschöpft. Und ganz so ressourcenarm ist der Prozess nicht, wenn berücksichtigt wird, dass der lernende Mensch auch essen, schlafen, sich kleiden und erholen muss, während er neues Wissen adaptiert. Dass Wissen – wenn auch immateriell – letztendlich in Warenform vorliegt und sich nur durch seinen Gebrauchswert – was auch den Sammelbegriff Wissen fragwürdig erscheinen – von der Bockwurst unterscheidet, bleibt untertheoretisiert.

Wo der Eigentumsbegriff schwammig ist, muss zweitens es auch der Klassenbegriff bleiben. In der englischen Übersetzung kommt die Klasse ein einziges Mal vor und auch da nur analog zur Kategorie des sozialen Status oder der Profession, nicht als Eigentümer des Kapitals oder der Arbeitskraft. Wo es keine Klasse gibt, gibt es auch keine revolutionäre Klasse und der Revolution fehlt das Subjekt. Der reformistische Übergang zur Planwirtschaft wird nicht einmal gegen das revolutionäre Konzept stark gemacht, sondern letzteres einfach vollkommen ignoriert. Dass die zunehmende Vergesellschaftung der Produktion zu Widersprüchen mit der privaten Aneignung führen muss, weiß auch Bodrunov, aber für ihn sind Kapitalisten wie Arbeiter*innen alle gleichermaßen an einer „vernünftigen“ Lösung interessiert. Und so fällt Bodrunov als Hinderungsgrund des allgemeinen Volksglücks auch nicht mehr als ein paar dutzend Oligarchen ein.

Eine so eklatante Vernachlässigung der sozialen Basis der kapitalistischen Produktionsweise deutet trotz aller dialektischer Einschübe auch einen einseitigen Technikdeterminismus hin.

Noonomie unter Putin und Kriegsbedingungen

Nun mag man Bodrunovs Konzeption aus diesen Gründen vielleicht für idealistisch halten. Sie klingt aber doch zu emanzipatorisch, um realistische Aussichten darauf zu haben, in einem autoritär geführten und sich im Krieg gegen die Ukraine befindlichen Russland implementiert werden zu können. Oberflächliche Beobachter*innen könnten sogar die Frage stellen, warum sich wissenschaftliche Akademien in Russland überhaupt Lehrstühle und Fachzeitschriften zu diesem Thema leisten, wo doch eine bedürfnisorientierte Produktion so fern der Staatsziele Russlands erscheint. Und genau auf diesen Widerspruch antwortet Bodrunov in der aktuellen Ausgabe der Voprosi.

Hier beschreibt er, dass die Herausbildung von Monopolen gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zwar zu einem hohen Vergesellschaftungsgrad geführt habe, aber eben nicht auf der Basis nationaler Pläne. Es seien hingegen der Erste Weltkrieg und der Bürgerkrieg in Folge der Oktoberrevolution gewesen, die einen Kriegskommunismus zur Welt brachten, der die freie Ökonomie gesellschaftlichen Zielen unterordnete. Schon hier wird der Versuch deutlich, die Planwirtschaft zu entideologisieren, indem er den Zaren, Mises und Lenin unter einen Hut bringt. Damit bringt sich Bodrunov gleicher in doppelter Art und Weise in Konkordanz mit dem Regime des Einigen Russlands. Erstens braucht es keinen Klassenkampf, sondern vielmehr den guten Willen, die nationale Größe in einer globalen Vorreiterrolle für die befreite Gesellschaft zu erblicken und die Entmachtung einer kleinen Oligarchenschicht. Und zweitens kann gerade der Krieg, der mit etablierten Machtsystemen, Lieferketten und Produktionswegen bricht, als Katalysator der Planwirtschaft angesehen werden. Dass Russland dringend Innovationen braucht, um sich aus der Abhängigkeit von westlichen Monopolwaren zu befreien, wird auch noch der putintreueste Konservative einsehen und warum aus dem Mangel an Innovation aus der Privatwirtschaft nicht gleich ein Argument für den Kommunismus gewinnen?

Die Noonomie sei aber auch eine Strategie und damit nicht situationsabhängig. Ihre Implementierung mag situativ unterschiedliche konkrete Maßnahmen erfordern, aber sie kann per se immer beginnen. Russland könne sich in der aktuellen Situation eben nicht nur auf die Beseitigung von Engpässen konzentrieren, sondern müsse seinen strategischen Vorteil daraus schöpfen, eher als andere einzusehen, dass die Verzahnung von Plänen und Technologie unter den heute entwickelten Produktivkräften jede privatwirtschaftliche Anstrengung aussticht.

Letztendlich sieht Bodrunov die Möglichkeit, dass das enorme technische Potential überhaupt monopolistisch und nicht demokratisch verwaltet wird, im Imperialismus begründet. Die Industrie 4.0 ohne diesen Imperialismus würde nach neuen Formen nationaler und internationaler strategischer Planung verlangen. Daher sind, wenn es auch nicht den Augenschein hat, zwei Entwicklungen ganz grundlegend für die Einführung der Noonomie. Erstens die strategische Partnerschaft Russlands mit China, denn die Volksrepublik versuche jetzt schon, bewegt von ihrem marxistischen Flügeln eine menschenorientierte Produktionsweise durchzusetzen. Zweitens müsse eine Welt erkämpft werden, die ohne Herrschende und Vasallen auskäme. Auch wenn Bodrunov es nicht ausdrücklich sagt, liegt nahe, dass meint, dass der Krieg Russland in der Ukraine antiimperialistisch sei und damit begünstigend für eine menschenorientierte Planwirtschaft. Eine multipolare Welt mit der erreichten technologischen Komplexität benötige hingegen eine integrierte Wirtschaftsordnung.

Zusammenfassung

Um das klar zu stellen. Bodrunov spricht sich an keiner Stelle unmittelbar für den Krieg in der Ukraine aus. Er spricht lediglich von aktuellen „Herausforderungen Russlands“, „nationalen Zielen“ und der „Beseitigung von Mängeln“. Die konkrete politische und geopolitische Situation Russlands lässt allerdings keinen Zweifel daran, dass hier notwendigerweise eine Konkordanz mit dem Krieg unmittelbar gefolgert werden muss. Und wird hier die Fantasie etwas zu sehr angestrengt, dass ausgerechnet eine demokratische, vernunftbasierte Planwirtschaft aus für einen Krieg notwendigen Veränderungen heraus geboren werden soll, egal, ob wir den Krieg als imperialistisch oder Verteidigung gegen eine imperialistische Aggression ansehen? Einige haben diese Fantasie. Die KPRF etwa stellt die Eigentumsfrage entlang der Frage des Kriegserfolgs und versucht die Planwirtschaft als Rüstungsbooster Putin schmackhaft zu machen.

Ob solch opportunistische Strategien tatsächlich prinzipiell unmöglich sind, soll hier gar nicht bewertet werden. Es gibt historisch jedenfalls kein Beispiel für ihren Erfolg. Aber auf einen Umstand soll hier hingewiesen werden. Die Ignoranz gegenüber der konkreten Eigentumsfrage, das Absehen vom Klasseninhalt der kapitalistischen Produktion und die Absage an die Notwendigkeit des revolutionären Bruchs. All das ist Marxist*innen als Kritik sehr schnell plausibel, wenn sie Bodrunovs abstrakte Theorie lesen. Daraus sollte aber auch folgen, dass eine konkrete Implementierung der Noonomie in der vom Krieg geprägten russischen Gesellschaft unter den gleichen Mängeln leidet. Ein Sozialismus ohne revolutionäres Subjekt ist genauso unmarxistisch, wie eine demokratische Planwirtschaft als Kind und nicht Totengräber des Krieges. Die Ziele der russischen Arbeiter*innenklasse in der Ukraine sind arg begrenzt und maximal in der Abwehr eines imperialistischen ökonomischen Zugriffs zu erkennen, der einer bewussten Planwirtschaft ohnehin obsolet würde. Proletarier*innen wollen aber weder sterben noch töten und wer die Beendigung des Militarismus und seiner Zwänge gegenüber der Arbeiter*innenklasse nicht an den Anfang einer Transformation stellt, verliert die revolutionäre Klasse, die er nie gesucht hat.

Literatur:

Бодрунов, С. (2026): ПОЛИТИЧЕСКАЯ ЭКОНОМИЯ И ЭКОНОМИЧЕСКАЯПОЛИТИКА: ПЛАНИРОВАНИЕ В ЭКОНОМИКЕ XXI ВЕКА. Ноопереход: трансформация дихотомии «рынок – план»в триаду «планирование – стратегирование – глобальноеуправление». In: Вопросы политической экономии. Jahrgang 46. Ausgabe 2. S.49-71.

Bodrunov, S. (2023): Noonomy. The Trajectory of Global Transformation. Brookline: Boston Academic Press.

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